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Eigenheimbau / Immobilienkauf:  Streichung der Eigenheimzulage zwingt zum sparen

Durch die Streichung der Eigenheimzulage zum 1. Januar 2006 ist es für viele Verbraucher schwieriger geworden, sich ihren Traum vom Eigenheim zu erfüllen. Diese Finanzierungslücke ist daher durch eine Reihe von Maßnahmen zur Senkung der Baukosten auf zu fangen.

Um ein kostengünstiges Haus zu bauen, ist hierzu eine preisgünstige und –bewusste Planung von Anfang an erforderlich.

  1. Diese fängt bereits bei der Wahl des Baugrundstücks an. So kann ein schwieriger Bauuntergrund finanziell schwer kalkulierbare Fundamentierungsmaßnahmen oder Unterkellerungsarbeiten erforderlich machen. Eine schlechte Erschließungssituation wiederum erfordert weitere Wege mit erhöhtem Material- und Zeitaufwand. Daher sollte bereits zur Besichtigung des Baugrundstücks der Bauplaner mitgenommen werden, damit dieser fachkundig die Eignung und den erforderlichen Aufwand bewerten kann.
  2. Ein kompetent geplanter Grundriss des zu errichtenden Hauses ist die Grundlage für Wohnraum durch geschickte Anordnung der Räume bei gleicher Wohnfläche. Hinterher zusätzlichen Wohnraum zu schaffen erfordert erheblichen Aufwand. Bereits bei der Grundrissplanung sollte daher auch die zukünftige Lebenssituation ermittelt werden, um Platz für spätere Bedürfnisse einzuplanen (z.B. Aufnahme von pflegebedürftigen Eltern). Mit Blick auf die Haltbarkeit des Hauses und einen guten Wiederverkaufswert sollte insbesondere auch nicht an der Bausubstanz gespart werden.
  3. Sparpotential ergibt sich bei Ausstattung des Hauses, durch Verzicht auf überflüssige Baumaßnahmen, die wenig Platz schaffen, aber viel Geld kosten (z.B. Erker) , oder die Energiebilanz des Hauses verschlechtern (z.B. aufwendige Dachüberstände).
    Mit Blick auf zukünftig reduzierte Energiekosten sollten die Bauplanungen trotz der dafür anfallenden Mehrkosten beispielsweise auf die Errichtung eines sog. Drei-Liter-Hauses abstellen. Auf Dauer rechnen sich diese durch niedrigere Betriebskosten und einen gesteigerten Wiederverkaufswert.
  4. Der Verzicht auf einen Keller stellt einen weit verbreiteten Sparvorschlag dar, ist indes nicht zu empfehlen da er insbesondere den Wiederverkaufswert des Hauses deutlich senkt. Hier empfiehlt sich zunächst der Bau eines lediglich einfachen Rohbaukellers. Diese relativ kostengünstige Variante erhält dem Bauherrn die Option, später einen Ausbau zum Wohn- oder Hobbyraum durchzuführen. Ein Keller schafft zudem Möglichkeiten, die Versorgungsleitungen im Falle von Reparaturen leichter zu erreichen.
  5. Eigenleistungen beim Hausbau schaffen bis zu 30 Prozent Ersparnis bei der Bausumme, setzt jedoch handwerkliches Geschick des Bauherren voraus. Hier ist besonders gründlich zu prüfen, was man selber zu leisten in der Lage ist und wie viel Zeit hierfür tatsächlich zur Verfügung steht.

Insbesondere sollte die neben dem Hauptberuf zur Verfügung stehende Freizeit nicht überbewertet werden. Diese wird in der Phase eines Hausbaus und der damit einhergehenden Belastungen umso dringlicher auch zur Regeneration benötigt. Sich hier einen zu engen Zeitrahmen zu setzen, den man gegebenenfalls kräftemäßig nicht einhalten kann, macht den Traum vom Eigenheim allenfalls zum Alptraum.

Lassen Sie sich daher von Anbietern sogenannter Ausbau- und Mitbauhäuser beraten, die oftmals auch mit Materialbelieferung sowie Hilfestellungen beim Ausbau zur Seite stehen.

Bearbeiter:

Dr. h.c. Stefan Loske, Rechtsanwalt für Immobilienrecht.

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